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Lieferengpässe durch Huthi – Lieferketten nach Corona nun erneut in Gefahr

Lieferengpässe durch Huthi – Lieferketten nach Corona nun erneut in Gefahr

Seit Beginn der Huthi-Attacken im Roten Meer sind die Auswirkungen auf die globale Wirtschaft spürbar. Die jüngste Entscheidung von Tesla, die Autoproduktion in Deutschland vorübergehend auszusetzen, wirft die Frage auf, ob Lieferengpässe drohen und ein erneutes Lieferkettenchaos bevorsteht. 

Die Huthi-Rebellen, die im Nahen Osten aktiv sind, haben seit Kriegsbeginn im Roten Meer Containerschiffe von Reedereien wie Hapag-Lloyd und MSC angegriffen. Die Schifffahrtsunternehmen meiden nun die kürzeste Route durch den Suezkanal und nehmen stattdessen einen längeren Weg um Afrika herum. Diese Umwege führen zu erheblich längeren Transportzeiten und haben bereits Auswirkungen auf die Lieferketten. 



Schwierigkeiten in Tesla’s  Lieferketten 


Tesla gab bekannt, dass die Lieferengpässe im Roten Meer die Produktion in seinem Werk in Grünheide bis Februar beeinträchtigen werden. Die Verwendung der betroffenen Teile in der Produktion wird voraussichtlich 15 Tage dauern. Die Frage, ob diese Verzögerungen allein auf die Huthi-Angriffe zurückzuführen sind, bleibt jedoch umstritten. 


Seit Beginn der Corona-Pandemie haben Industrie und Logistik versucht, globale Transportschwierigkeiten zu überwinden. Begriffe wie "Nearshoring" und "Diversifizierung" wurden populär, um Engpässe zu verhindern. Die jüngsten Ereignisse werfen jedoch Zweifel auf, ob die Lieferketten-Verlässlichkeit tatsächlich verbessert wurde. 


Einige Spekulanten vermuten, dass Tesla die Huthi-Angriffe als Vorwand für eine geplante Produktionsdrosselung genutzt haben könnte. Konkurrenten wie Volkswagen berichten jedoch, dass sie keine nennenswerten Produktionseinschränkungen erwarten. 


Qualität der Lieferketten, besonders in der Krise 


Experten in der Logistikbranche betonen die Bedeutung einer genauen Überwachung der Lieferketten. Michael Wax, Gründer des Logistik-Start-ups Forto, erklärt, dass gut organisierte Lieferketten es Unternehmen ermöglichen, innerhalb von zwei Wochen Ersatz per Bahn oder Luftfracht zu organisieren. Trotzdem könnten Probleme bei Autobauern nicht ausgeschlossen werden, insbesondere wenn einzelne Zulieferer die Lieferkette nicht professionell managen. Unternehmen wie Tesla, die ihre Lieferketten präzise verfolgen, dürften jedoch vorübergehende Unterbrechungen besser bewältigen. 

Die Huthi-Angriffe haben bereits zu steigenden Frachtraten und Gewinnen für Reedereien geführt. Einige Beobachter sehen darin eine Einstiegschance für Investoren. Die möglichen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft sind jedoch nicht zu vernachlässigen. 


Helena Melnikov vom Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik warnt vor "großen Bedrohungen" für globale Lieferketten. Eine Eskalation im Roten Meer könnte zu ernsthaften Verzögerungen und steigenden Preisen führen. 


Trotz der aktuellen Unsicherheiten betonen Experten, dass Unternehmen heute besser auf unvorhersehbare Ereignisse vorbereitet sind. Die verstärkte Nutzung digitaler Tools und ein verbessertes Risikomanagement haben die Widerstandsfähigkeit gegenüber Krisen erhöht. Dennoch bleibt die Frage, ob die Bemühungen seit der Pandemie ausreichen, um Lieferkettenprobleme dauerhaft zu verhindern. 

 

Quellen: Drohen nach den Huthi-Attacken jetzt Lieferengpässe?, WirtschaftsWoche


 

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